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Psychologiekurse von internationalen Experten.

Die Deutung in der psychodynamischen Psychotherapie

  • Teacher: Christophe Herbert
  • Duration:
  • Price: 49.00 €
Certificate:

Must pass final exam in score over 70%

FORTBILDUNG

Beherrschen Sie die Grundlagen der Deutung in der psychodynamischen Psychotherapie mit dieser fast zweistündigen Fortbildung. Diese asynchrone Fortbildung bietet Ihnen die Möglichkeit, die wesentlichen theoretischen und praktischen Dimensionen zu erkunden, um wirkungsvolle Deutungen in Ihre klinische Praxis zu integrieren.

Die Deutung steht im Zentrum der psychodynamischen Arbeit. Sie ermöglicht es, unbewusste Konflikte, psychologische Abwehrmechanismen und übertragungsbezogene Dynamiken aufzudecken, welche die therapeutische Beziehung strukturieren. Doch Deuten ist weit mehr als das Geben einer Erklärung: Es bedeutet, eine neue Perspektive zu eröffnen, die Einsicht (Insight) und psychische Transformation des Patienten begünstigt.

Diese Fortbildung behandelt die drei grundlegenden Fragen: WANN deuten (das entscheidende Timing in der Psychotherapie), WIE eine relevante Deutung formulieren und WARUM diese Technik in der modernen psychodynamischen Praxis zentral bleibt.

Sie werden Folgendes studieren:

  • Die Grundlagen der Übertragungsdeutung und der Abwehrdeutung
  • Das Konzept der mutativen Deutung nach Strachey und seine klinischen Implikationen
  • Die Bedeutung des Timings für die therapeutische Wirksamkeit
  • Die Ko-Konstruktion von Bedeutung mit dem Patienten
  • Zeitgenössische theoretische Modelle: Malans Dreieck, Field Theory nach Ferro
  • Die empathische Konfrontation und die psychodynamische Reformulierung
  • Häufige Fallstricke: vorzeitige Deutung, mangelndes Taktgefühl oder Aufdringlichkeit

 

4 Lernziele

Nach Abschluss dieser Fortbildung werden Sie in der Lage sein:

  1. Die verschiedenen Arten von Deutungen (Übertragung, Abwehr, primitive Deutungen) sowie ihre klinischen Anwendungskontexte zu IDENTIFIZIEREN und zu UNTERSCHEIDEN.
  2. Die Kriterien für das optimale Timing ANZUWENDEN, um eine relevante Deutung im richtigen Moment der therapeutischen Beziehung zu formulieren.
  3. Mutative Deutungen nach dem Modell von Strachey zu KONSTRUIEREN, indem Sie empathische Konfrontation und psychologische Einsicht integrieren.
  4. Die Qualität und Wirksamkeit einer Deutung zu EVALUIEREN und Ihren Ansatz an die Reaktion des Patienten sowie den übertragungsbezogenen Kontext ANZUPASSEN.

Wissensvalidierungstest (zertifizierende Fortbildung)

 

FAQ

Frage 1: Was ist eine mutative Deutung in der psychodynamischen Psychotherapie?

Kurzantwort: Eine mutative Deutung, ein von Strachey definiertes Schlüsselkonzept, ist eine Intervention, die dem Patienten eine neue Perspektive auf seine unbewussten Konflikte eröffnet. Sie bewirkt eine dauerhafte psychische Veränderung, indem sie die Verbindung zwischen aktuellen Abwehrmechanismen und den fantasmatischen Ursprüngen der Symptome aufzeigt. Im Gegensatz zu einfachen Deutungen erzeugt sie eine tiefgreifende Modifikation der Psyche des Patienten.


Frage 2: Was ist das optimale Timing für eine Deutung in der Psychotherapie?

Kurzantwort: Das optimale Timing erfordert, dass der Patient emotional darauf vorbereitet ist, die Deutung aufzunehmen. Er sollte eine moderate Angst empfinden (weder zu gering noch überwältigend), das relevante Material angesprochen und eine ausreichende therapeutische Allianz aufgebaut haben. Eine vorzeitige Deutung erzeugt Widerstände; eine zu späte Deutung verliert ihre transformative Kraft.


Frage 3: Was ist der Unterschied zwischen Übertragungsdeutung und Abwehrdeutung?

Kurzantwort: Die Abwehrdeutung deckt die Mechanismen auf, die der Patient zum Schutz vor Angst einsetzt (Verdrängung, Projektion, Reaktionsbildung). Die Übertragungsdeutung legt offen, wie sich vergangene Beziehungsmuster in der Beziehung zum Therapeuten wiederholen. Beide sind unverzichtbar: In der Regel arbeitet man zunächst an der Abwehr, bevor man Zugang zum Übertragungsinhalt erhält.


Frage 4: Wie bereichert die Ko-Konstruktion von Bedeutung die psychodynamische Psychotherapie?

Kurzantwort: Die Ko-Konstruktion von Bedeutung impliziert, dass der Patient aktiv an der Formulierung und Ausarbeitung der Deutung teilnimmt. Sie verwandelt die Therapie in einen kollaborativen Dialog statt in eine einseitige Expertise des Therapeuten. Dies stärkt die Autonomie des Patienten, validiert sein inneres Erleben und schafft eine persönlichere und nachhaltigere Bedeutung.

 

Diese Fortbildung umfasst:

Mit einer Präsentation illustrierte Videos + Teilnahmebescheinigung

 

Dozent:

Durch KI angereicherte Fortbildung unter der Supervision von Christophe Herbert, Psychologe Psychologe, spezialisiert auf die psychotherapeutische Begleitung von Opfern und schwer trauernden Personen Direktor von H4 Éditions