Von Christophe Herbert, Psychologe
Online-Fortbildung: Kurze Psychodynamische Psychotherapie
Neu: 39€ statt 99€ heute (Einführungspreis)
Fortbildung unter der Supervision von Christophe Herbert, Psychologe (KI-gestützte Fortbildung)
FORTBILDUNG
Die kurze psychodynamische Psychotherapie ist ein wirksamer und bewährter therapeutischer Ansatz, der psychoanalytische Prinzipien an einen zeitlich begrenzten Rahmen anpasst. Diese Fortbildung für Psychologen ermöglicht es Ihnen, die Grundlagen der psychoanalytischen Kurztherapie zu beherrschen, die von Pionieren wie Malan, Sifneos und Davanloo entwickelt wurde.
In dieser asynchronen, zweistündigen Fortbildung erfahren Sie, wie die Kurzpsychotherapie als glaubwürdige Alternative zu langen klassischen Therapien funktioniert, ohne die therapeutische Wirksamkeit zu beeinträchtigen. Dieser Ansatz fügt sich in die zeitgenössischen Entwicklungen der psychologischen Praxis ein und entspricht den aktuellen Anforderungen an Schnelligkeit und Effizienz.
Sie lernen, in wenigen Sitzungen einen soliden therapeutischen Fokus zu identifizieren und zu etablieren – eine zentrale Kompetenz in der kurzen psychodynamischen Psychotherapie. Der therapeutische Fokus ermöglicht es, die Intervention auf die vorrangigen emotionalen und konflikthaften Themen des Patienten zu konzentrieren und so den psychologischen Wandel auch in einem begrenzten Zeitrahmen zu optimieren.
Diese Fortbildung untersucht die spezifischen Techniken der psychoanalytischen Kurztherapie: wie man treffende Deutungen formuliert, mit Übertragung und Widerstand arbeitet und eine wirksame therapeutische Allianz über eine kurze Dauer aufrechterhalten kann. Sie werden die verschiedenen Schulen studieren – vom Modell Malans, das auf die trianguläre Beziehung ausgerichtet ist, bis hin zu den Techniken Davanloos, die auf den Zugang zu tiefen Emotionen abzielen.
Die Fortbildung integriert auch Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung zur Kurzpsychotherapie, die Erfolgsraten, Auswahlkriterien für Patienten und Wirksamkeitsbedingungen aufzeigen. Dieser evidenzbasierte Ansatz ermöglicht es Ihnen, Ihre klinischen Entscheidungen zu begründen und Ihre Praxis anzupassen.
Die Teilnahme an dieser Fortbildung für Psychologen verschafft Ihnen Zugang zu einer gefragten beruflichen Kompetenz in Krankenhäusern, Privatpraxen und psychologischen Betreuungseinrichtungen. Die kurze psychodynamische Psychotherapie wird den budgetären und zeitlichen Beschränkungen des modernen Gesundheitssystems gerecht und wahrt gleichzeitig die therapeutische Qualität.
4 Lernziele
- Die grundlegenden Prinzipien der kurzen psychodynamischen Psychotherapie und ihrer verschiedenen theoretischen Schulen (Malan, Sifneos, Davanloo) zu analysieren, um Ihre klinische Praxis anzupassen
- Einen dem Patienten und der Behandlungsdauer angemessenen therapeutischen Fokus zu bestimmen und zu formulieren, der die Intervention auf die vorrangigen emotionalen Themen konzentriert
- Die spezifischen Techniken der psychoanalytischen Kurztherapie anzuwenden: gezielte Deutungen, Umgang mit Übertragung und Widerstand in einem zeitlich begrenzten Rahmen
- Die therapeutische Wirksamkeit anhand aktueller Forschungsdaten zu bewerten und die Auswahlkriterien für Patienten zu integrieren, um die Ergebnisse in der Kurzpsychotherapie zu optimieren
Wissensvalidierungstest (zertifizierte Fortbildung)
FAQ
F1: Was ist die kurze psychodynamische Psychotherapie?
A1: Die kurze psychodynamische Psychotherapie ist eine Anpassung psychoanalytischer Prinzipien an einen zeitlich begrenzten Rahmen (in der Regel 12–40 Sitzungen). Sie wurde von Malan, Sifneos und Davanloo entwickelt und verbindet die Erforschung unbewusster Konflikte mit therapeutischer Wirksamkeit in einem begrenzten Zeitrahmen, bei gleichzeitiger Wahrung der Qualität der psychologischen Veränderung.
F2: Was ist der therapeutische Fokus in der Kurzpsychotherapie?
A2: Der therapeutische Fokus ist das Herzstück der kurzen psychodynamischen Psychotherapie. Es geht darum, die therapeutische Arbeit auf das zentrale emotionale und konflikthafte Thema des Patienten zu identifizieren und zu konzentrieren. Dieser Fokus ermöglicht es, die Intervention in begrenzter Zeit zu optimieren, indem Abschweifungen vermieden und die Kohärenz der analytischen Arbeit gewahrt wird.
F3: Worin unterscheiden sich Malan, Sifneos und Davanloo in der psychoanalytischen Kurztherapie?
A3: Malan bevorzugt das Verständnis der triangulären Beziehung (Mutter, Vater, Therapeut) und die Verbindung Vergangenheit–Gegenwart–Übertragung. Sifneos betont die strenge Auswahl der Patienten und die aktive Rolle des Therapeuten. Davanloo entwickelt einen Ansatz, der auf dem schnellen Zugang zu tiefen Emotionen durch intensives Engagement basiert, die sogenannte Intensive Psychodynamische Kurzzeittherapie (ISTDP).
F4: Ist die kurze psychoanalytische Psychotherapie wirksam?
A4: Ja, die zeitgenössische Forschung belegt die Wirksamkeit der kurzen psychodynamischen Psychotherapie bei der Behandlung von Depressionen, Angststörungen, Beziehungsstörungen und Traumata. Die Erfolgsraten sind mit denen langer Therapien vergleichbar, wenn die Auswahlkriterien eingehalten und der therapeutische Fokus klar festgelegt werden.
Diese Fortbildung umfasst:
Illustrierte Videos mit Diapräsentation + Fortbildungsbescheinigung
Kursplan
Modul 1 — Einführung: Warum über Zeit in der Psychotherapie nachdenken?
Die verbreitete Annahme, dass eine psychodynamische Psychotherapie notwendigerweise lang sein muss. Die historischen Ursprünge der Frage: Bereits bei Ferenczi und Rank (1925) ist die Behandlungsdauer ein Diskussionsthema im psychoanalytischen Bereich. Der zeitgenössische Kontext: Nachfrage der Patienten nach kürzeren Behandlungen, institutionelle Zwänge, Forschungsdaten, die die Wirksamkeit kurzer Formate belegen. Was „kurz“ bedeutet (und was nicht): Eine Kurztherapie ist keine schlampige Therapie – sie ist eine Therapie, die die zeitliche Begrenzung als therapeutischen Hebel nutzt. An wen richtet sich diese Fortbildung: Psychologen und Psychotherapeuten, die ein strukturiertes und zeitlich begrenztes Format in ihre Praxis integrieren möchten, ohne auf psychodynamische Tiefe zu verzichten.
Modul 2 — Die großen Modelle der kurzen psychodynamischen Psychotherapie
Die Landschaft ist vielfältig und eine Orientierung ist wichtig. David Malan und die Fokaltherapie der Tavistock Clinic: das Konfliktdreieck (Trieb, Angst, Abwehr) und das Personendreieck (Figur der Vergangenheit, aktuelle Figur, Therapeut). Habib Davanloo und die ISTDP (Intensive Short-Term Dynamic Psychotherapy): die Technik des Drucks auf die Abwehrmechanismen und die Erschließung des Unbewussten. Lester Luborsky und das CCRT (Core Conflictual Relationship Theme): Identifikation des zentralen konflikthaften Beziehungsthemas als roter Faden der Behandlung. James Mann und die zeitlich begrenzte Psychotherapie: genau 12 Sitzungen, die Zeit als zentrales Thema. Hans Strupp und die zeitlich begrenzte dynamische Psychotherapie (TLDP): der unangepasste Beziehungszyklus. Falk Leichsenring und die Daten der zeitgenössischen Forschung. Was diese Modelle verbindet: der Begriff des Fokus, die zeitliche Begrenzung, die Aktivität des Therapeuten und die Arbeit an der Trennung.
Modul 3 — Der therapeutische Fokus: Mit einem Fokus arbeiten
Warum der Fokus in der Kurztherapie unerlässlich ist: Ohne Fokus keine Kürze möglich. Was ein Fokus ist: eine prägnante Formulierung des zentralen Konflikts des Patienten, die mit ihm ausgehandelt wird und die gesamte Arbeit orientiert. Wie man ihn aufbaut: ausgehend von der Anamnese, dem Anliegen des Patienten, den wiederkehrenden Beziehungsmustern und dem, was in den ersten Sitzungen zum Vorschein kommt. Die Kriterien eines guten Fokus: Er ist dynamisch (nicht nur beschreibend), er steht in Verbindung mit dem aktuellen Leiden, er lässt sich in relationalen Begriffen formulieren und der Patient kann sich darin wiedererkennen. Die Fehler: ein zu breiter Fokus (man kann nicht alles behandeln), ein zu intellektueller Fokus (vom Affekt abgekoppelt), ein vom Therapeuten ohne Zustimmung des Patienten aufgezwungener Fokus. Die Aushandlung des Fokus mit dem Patienten als erster therapeutischer Akt.
Modul 4 — Patientenauswahl: Indikationen und Kontraindikationen
Die Kurzpsychotherapie eignet sich nicht für alle Patienten – und dies anzuerkennen gehört zur klinischen Sorgfalt. Die klassischen Indikationskriterien: Fähigkeit, ein fokales Problem zu identifizieren, ausreichende Beziehungsfähigkeit (mindestens eine bedeutsame Beziehung in der Vergangenheit), Veränderungsmotivation (nicht nur Wunsch nach Entlastung), Affekttoleranz (Fähigkeit zu fühlen ohne überwältigt zu werden), minimale Mentalisierungsfähigkeit. Die Kontraindikationen: aktive psychotische Erkrankungen, schwere Persönlichkeitsstörungen mit massivem Agieren, akute Suizidkrisen, multiple ungelöste pathologische Trauerprozesse, nicht stabilisierte aktive Suchterkrankungen. Die Grauzone: Patienten, die geeignet erscheinen, aber im Verlauf der Behandlung abdriften – wie man neu bewertet. Die ethische Frage: ein kurzes Format anbieten, wenn ein langes angemessener wäre, und umgekehrt.
Modul 5 — Der spezifische Rahmen der Kurztherapie: Zeit, Frequenz und Vertrag
Die Dauer: variable Formate je nach Modell (12 Sitzungen bei Mann, 16 bis 30 bei Malan, 20 bis 40 bei Luborsky). Die Wichtigkeit, die Dauer von Beginn an festzulegen und einzuhalten. Die Frequenz: eine Sitzung pro Woche ist Standard, einige Modelle (ISTDP) arbeiten mit längeren oder häufigeren Sitzungen. Der therapeutische Vertrag: bereits in der ersten Sitzung die Sitzungsanzahl, die Ziele, den Fokus und das Vorgehen am Ende erläutern. Warum der Vertrag kein Korsett, sondern ein strukturierender Rahmen ist: Er erzeugt eine produktive Spannung, mobilisiert den Patienten und verhindert Abdriften. Das Enddatum als klinisches Datum: Sobald es feststeht, arbeitet es im Patienten – und im Therapeuten. Das Paradox der Kurztherapie: Erst durch die Akzeptanz der Begrenzung wird die Bewegung freigesetzt.
Modul 6 — Die aktiven Techniken: Was der Therapeut anders macht
In der Kurztherapie ist der Therapeut aktiver als in der Langzeittherapie – und diese Aktivität ist bewusst, nicht improvisiert. Die frühe Konfrontation der Abwehrmechanismen: Abwehrmechanismen, die den Zugang zum Fokus blockieren, taktvoll aber ohne zu zögern erkennen und benennen. Die Arbeit am Konfliktdreieck (Malan): die beobachtete Abwehr systematisch mit der zugrunde liegenden Angst und dem verdeckten Trieb oder Bedürfnis verknüpfen. Die Arbeit am Personendreieck: explizite Verbindungen herstellen zwischen dem, was sich mit dem Therapeuten abspielt, dem, was sich in den aktuellen Beziehungen abspielt, und dem, was sich in den vergangenen Beziehungen abgespielt hat. Frühe Übertragungsdeutungen: In der Kurztherapie wartet man nicht, bis sich die Übertragung langsam entfaltet – man benennt sie früh, weil die Zeit drängt. Der Umgang mit dem Widerstand: In der Kurztherapie ist der Widerstand keine Einladung zu unendlicher Geduld – er muss aktiv angesprochen werden, da die Behandlung sonst ins Leere läuft. Das Gleichgewicht zwischen Aktivität und Respekt: Aktiv sein bedeutet nicht aufdringlich sein – es ist eine Aktivität im Dienste des Patienten, nicht im Dienste des Kalenders.
Modul 7 — Das Therapieende: Die Arbeit an Trennung und Trauer
Dies ist die tiefgreifendste Besonderheit der kurzen psychodynamischen Psychotherapie: Das Ende ist von Anfang an präsent. Warum das Ende nicht einfach ein Abbruch, sondern ein therapeutischer Prozess an sich ist: Es reaktiviert die Erfahrungen von Verlust, Trennung und Verlassenwerden, die die Geschichte des Patienten durchziehen. Die Trauerarbeit im kurzen Rahmen: Der Patient muss den Abschied von der Behandlung, vom Therapeuten und von dem, was nicht bearbeitet werden konnte, betrauern. Häufige Reaktionen bei Annäherung an das Ende: Wiederauftreten von Symptomen, Auftauchen neuer Themen, Versuche die Behandlung zu verlängern, vorzeitiger Abbruch. Wie der Therapeut das Ende gestaltet: den Prozess benennen, die Reaktionen des Patienten mit seinen gewohnten Trennungsmustern in Verbindung bringen, den Rahmen ohne Rigidität aufrechterhalten, das Unvollständige aushalten. Die Gegenübertragung des Therapeuten angesichts des Endes: Schuldgefühl „nicht genug getan zu haben“, Versuchung zu verlängern, symmetrisches Gefühl des Verlassenwerdens. Die letzte Sitzung: Bilanz, Anerkennung des zurückgelegten Weges, Öffnung in die Zukunft ohne falsche Versprechen.
Modul 8 — Die Forschungsdaten: Was wissen wir über die Wirksamkeit?
Die grundlegenden Studien: Malan (1963, 1976), Sifneos (1972, 1979), Davanloo (1980). Die zeitgenössischen randomisierten kontrollierten Studien: Leichsenring et al. (2004, 2013), Driessen et al. (2013), Abbass et al. (Metaanalysen). Was die Daten zeigen: vergleichbare Wirksamkeit mit KVT bei Depressionen und Angststörungen, dauerhafte und manchmal zunehmende Effekte nach Therapieende (der „Sleeper-Effekt“), Wirksamkeit der ISTDP bei somatoformen Störungen. Die methodischen Grenzen: Heterogenität der Modelle, Schwierigkeit einen relationalen Ansatz zu manualisieren, Selektionsbias der Patienten. Die Debatte über den Dosis-Wirkungs-Zusammenhang: Sind mehr Sitzungen immer besser? Die Daten differenzieren diese Intuition. Was die Forschung noch nicht sagt: Für welche Patienten genau und unter welchen Bedingungen ist die Kurztherapie die beste Wahl?
Modul 9 — Fazit: Die Kurztherapie als klinische Haltung
Die Kurztherapie ist keine abgespeckte Version der Langzeittherapie. Sie ist ein eigenständiges Format mit eigener Logik, spezifischen Techniken und besonderen Anforderungen. Was die Kurztherapie den Therapeuten lehrt: die Toleranz gegenüber dem Unvollständigen, die Akzeptanz, dass nicht alles behandelt werden kann, die Fähigkeit, dem Veränderungsprozess des Patienten über den therapeutischen Rahmen hinaus zu vertrauen. Ein Satz von Winnicott zum Abschluss: Die gute Therapie ist die, die „gut genug“ ist – und „genug“ ist das Schlüsselwort.
Dozent:
KI-gestützte Fortbildung unter der Supervision von Christophe Herbert, Psychologe
Psychologe, spezialisiert auf die psychotherapeutische Begleitung von Opfern und schwer Trauernden. Direktor von H4 Éditions
Für wen?
Diese Fortbildung richtet sich an Fachleute (z.B. Psychologen, Psychotherapeuten, Psychoanalytiker, Psychiater, Sexologen, psychiatrische Pflegekräfte usw.) und Studierende in Fachrichtungen wie Psychologie, Psychiatrie usw. Andere auf Anfrage an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Zur Anmeldung und Zugang zum Online-Kurs
1) Anmeldung im persönlichen Fortbildungsbereich und Zahlung der Anmeldegebühren (Rechnung verfügbar)
2) Sie erhalten Zugang zum Kurs (Videovorlesungen und herunterladbare Dokumente) in Ihrem persönlichen Fortbildungsbereich.
Sie können den Kurs in mehreren Etappen absolvieren. Sobald die Anmeldung erfolgt ist, beginnt der Zugang zum Kurs, wann immer Sie möchten. Es gibt keine zeitliche Begrenzung für den Abschluss der Fortbildung. Sie können den Dozenten bei Fragen kontaktieren.
3) Beantworten Sie den Wissensvalidierungstest
(Ein Minimum von 70% richtigen Antworten ist erforderlich, um eine namentliche Fortbildungsbescheinigung zu erhalten; unbegrenzte Anzahl von Versuchen. Das Ziel ist, dass Sie den Test durch den Erwerb Ihrer neuen Kenntnisse bestehen).
4) Download der namentlichen Bescheinigung mit dem Briefkopf von KursenPsy, die bestätigt, dass Sie die Fortbildung absolviert und bestanden haben.
